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Gemeinde im Aufwind

Über den Verein


Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über uns und die Entstehung des Vereines.

Vom "Freien Forum Ortsgemeinde" hin zu "Gemeinde im Aufwind" e.V.


Auch bieten wir Ihnen hier die Möglichkeit zum Download folgender Dokumente:

Bündnis zur Stärkung der Ortsgemeinden in der Nordkirche

Satzung

 

Beitrittserklärung

  

Faltblatt

 


Ziele des Vereins

Stärkung der Selbstbestimmung und Selbstverwaltung in den Ortsgemeinden

Installation einer starken Lobby für die Ortsgemeinden und deren Verantwortlichen

Wiederbelebung der ev.-luth. Kirche als eine von unten aufgebaute Gemeindekirche

Konsequent gelebtes Subsidiaritätsprinzip 

gelebtes Subsidiaritätsprinzip

 

Zweck des Vereins

Zweck des Vereins ist es, auf der Grundlage der Verfassung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) mit dazu beizutragen, dass die vielen überschaubaren Ortsgemeinden erhalten werden und die pfarramtliche Versorgung gewährleistet wird.

Der Verein setzt sich für eine Stärkung der Ortsgemeinden ein. Er will zu einer Erneuerung des kirchlichen Lebens in den Ortsgemeinden beitragen.

Stärkung der Ortsgemeinden

 Was uns verbindet ist der Wunsch und die Entschlossenheit, in der Nordkirche die Freiheit und Eigenständigkeit unserer Ortsgemeinden zu schützen und zu stärken.


Ursprünglich hervorgegangen ist der Verein aus der "Initiative Ortsgemeinde", die vor einigen Jahren von engagierten Pastoren in Dithmarschen gegründet wurde.

Diese Initiativgruppe hat sich mit gleichgesinnten evangelischen Gemeinden der Nordkirche im "Freien Forum Ortsgemeinde" zusammengeschlossen, um sich gemeinsam den Herausforderungen der Ortsgemeinden zu stellen.

Damit es hierfür eine mandatsfähige Struktur gibt, wurde beschlossen den Verein

"Gemeinde im Aufwind"

Bündnis zur Stärkung der Ortsgemeinden in der Nordkirche e.V.

zu gründen und somit ein Lobby für die Ortsgemeinden in den kirchlichen Strukturen der Evangelischen Kirche in Norddeutschland zu etablieren.


Für Selbstverwaltung und Selbstbestimmung

Die Gründungsmitglieder

v.l.   Prof. Dr. Klaus Blaschke   -   Dr. Christian Ottemann   -   Frank Boysen 

Arndt Schultz   -   Karl Timm   -   Alfred Sinn   -   Sabine Jeute


Eine Lobby für die Ortsgemeinde

Lobby für die Ortsgemeinde 

Freies Forum Ortsgemeinde

Erklärung

Lasst uns die Ortsgemeinde stärken!

"Ich will meine Gemeinde bauen" (Matthäus 16,18)

"Die evangelische Kirche ist von unten, von den Gemeinden her, aufgebaut... Als Kirche der Freiheit und Kirche der Vielfalt ist ihr eine hierachische, einheitliche, autoritäre Struktur fremd..."

(Isolde Karle, Kirche im Reformstress, Gütersloh 23010, S.256)

Unter diesem Leitwort haben wir aus vielen Gemeinden Nordelbiens uns heute in Fockbek versammelt. Was uns verbindet, ist der Wunsch und die Entschlossenheit, in der künftigen Nordkirche die Freiheit und Eigenständigkeit unserer Ortsgemeinden zu schützen und zu stärken.

Schon Martin Luther ordnete das Leben der evangelischen Kirche nach dem Grundsatz der Freiheit: Grundlegend hierfür ist seine Schrift von 1523 “Dass eine christliche Versammlung oder Gemeinde Recht und Macht habe, alle Lehre zu beurteilen und Lehrer zu berufen, ein und abzusetzen, Grund und Ursach aus der Schrift ...“ (WA 11, 408).

Ein Beispiel hierfür ist die „Bekennende Kirche“ der 1930-er Jahre: Ihre wichtigsten Träger waren die mündigen, urteilsfähigen Gemeinden vor Ort. In einer grundlegenden Erklärung zur Rechtslage der Kirche erklärt die Barmer Synode von 1934: „Die hierarchische Gestaltung der Kirche widerspricht dem reformatorischem Bekenntnis. Ihre echte kirchliche Einheit kann die Deutsche Evangelische Kirche nur auf dem Weg gewinnen, dass sie der Gemeinde als Trägerin der Wortverkündigung den ihr gebührenden Platz lässt“. Aufgrund dieser geschichtlichen Erfahrungen wurde die EKD nach dem 2. Weltkrieg gestaltet als eine Kirche der Gemeinden, auf die alle anderen Dienste der Kirche sich beziehen. In der ehemaligen DDR waren die Gemeinden vor Ort ein Garant der Kirchlichkeit und auch der geistigen Freiheit.

Lobby für die Gemeinden

In dieser Situation brauchen wir dringend eine starke Lobby, die sich für eine ausreichende personelle und finanzielle Ausstattung unserer Ortsgemeinden einsetzt.

Gemeinden im Aufwind

Im Anschluss an Prof. Dr. Christian Möller sind wir davon überzeugt, dass wir heute vor der Aufgabe stehen, „die Evangelische Kirche als eine von unten her aufgebaute Gemeindekirche wieder zu entdecken“, die - als „Kirche der kurzen Wege“ ihre „nachbarschaftliche Gestalt in den Ortsgemeinden“ gewinnt. Zurzeit dagegen - so Möller - wird unsere Kirche „immer gesichtsloser..., je mehr sie sich in mittlere und höchste Ebenen, in Verwaltungen und in Gremien zurückzieht und dabei in inhaltsloser Werbesprache, in Verwaltungserlassen und in technokratischen Fachbegriffen verstummt.“ (ders. „Lasst die Kirche im Dorf“, Göttingen 2009, S. 27f.).

Überall im Raum der EKD sind in den vergangenen Jahren Initiativen zur Stärkung der Ortsgemeinde entstanden, - z. B. der „Aufbruch Gemeinde“ in Bayern und der „Gemeindebund“ in Berlin- Brandenburg. Wir verstehen uns als Teil dieser wachsenden „Gemeindebewegung“ in Deutschland. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Kirche auf die religiösen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit am besten dann reagieren kann, „wenn sie sich auch in ihrer Organisation ‚von unten’, von der Basis der Gemeinden her, aufbaut.“ Dies bedeutet: „Die Ortsgemeinde ist zu stärken gegenüber dem organisatorischen Überbau der Kirche. Es ist der Dynamik des Wortes Gottes zu vertrauen, das von unten, d. h. vor Ort, seine Wirkung entfaltet. In einem ersten Schritt ist deshalb der Anteil der Kirchensteuermittel, der an die Kirchengemeinden zurückfließt, deutlich zu erhöhen, damit diese in eigener Verantwortung über eine sinnvolle Verwendung entscheiden können.“ (ebd., S. 28f.)

Hiermit gründen wir ein Freies Forum Ortsgemeinde in der Nordkirche.

Unser Ziel ist es, eine theologische und geistliche Debatte über die  Gestalt unserer Kirche anzustoßen. Es muss darüber geredet werden, wie in der künftigen Nordkirche das Recht der Einzelgemeinden, ihre Bedeutung usw. Wirklichkeit wird. Wir wollen als freies Forum eine Stimme sein für die Gemeinde am Ort, für die Kirche im Dorf oder im Stadtteil. Wir wollen der Gemeinde zu dem Recht verhelfen, das ihr gebührt.

Wir schlagen vor, in jedem Kirchenkreis der künftigen Nordkirche eine Initiativgruppe Ortsgemeinde zu gründen, in der die jeweiligen Fragen regional diskutiert und aus der heraus wichtige Anliegen in die örtlichen KIrchenkreissynoden eingebracht werden können.

Fockbek, den 18. Februar 2012

Die Gründungsversammlung

Freies Forum Ortsgemeinde